Über eure lieben Kommentare freu ich mich immer sehr! Vielen Dank dafür!

Montag, 29. August 2016

Wenn Träume sich erfüllen - Tag 6

Die Reise geht also weiter....

Nach einer ruhigen Seenacht mit einer wunderschönen Mitternachtssonne kamen wir am Morgen unseres 6. Tages kamen wir in Narsasuaq an. Wer hier nun einen grösseren Ort oder eine Stadt erwartet hat, wird enttäuscht gewesen sein. Verstreut zwischen dem Hafen und dem ca. 2 km weit entfernten Flughafen, liegen die kleinen Häuser der ungefähr 160 Einwohner. Narsasuaq liegt nicht weit vom Gletscher Kiattuut Sermiat entfernt, dessen Gletscherzungen sich in den Fjord schieben.

Auf der anderen Seite des Skovefjordes liegt Qassiarsuk, wie der Ort von den Inuit genannt wird. Dort errichtete Erik "der Rote" die erste Wikingersiedlung im Skovefjord mit dem Namen Brattahlid.
Aus den angebotenen Ausflügen haben wir uns für eine Wanderung durch die wunderschöne Landschaft nach Tasiusaq entschlossen. Mit den Zodiacs werden wir über den Fjord nach Qassiarsuk, einem Ort mit ca 80-90 Einwohnern, gebracht.














Über dem Ort ist Erik dem Roten zu Ehren eine Statue errichtet. Aber auch auf dem Weg durch den Ort erinnert vieles an den historisch bekannten Wikinger und seine Familie.

Das örtliche Hostel trägt zum Beispiel den Namen seines Sohnes und zum 1000-jährigen Jubileum des Ortes wurde dieser Gedenkstein errichtet.



 
















Das Gebiet hinter dem Ort ist Naturschutzgebiet und darf von Touristen nur mit einheimischen Führern betreten werden. Auch die Route muss vorher festgelegt werden und spotane Änderungen der Route sind nicht möglich.

Entlang unserer Route hatten wir immer wieder wunderschöne Aussichten und haben an zahlreichen gut erhaltenen Steinruinen von Höfen, Ställen und Vorratsgebäuden angehalten.


 












Auch an dem Nachbau von Tjodhildes Kirche, die als das erste christliche Gotteshaus auf dem amerikanischen Kontinent gilt, kamen wir vorbei.
Tjodhilde war die Frau von Erik dem Roten, und ihr gelang es, ihren kriegerischen Mann zum Christentum zu bekehren. Es wird allerdings gemunkelt, dass sie sich ihm verweigerte, bis die Kirche stand ☺.

Neben der Kirche steht ein Nachbau des Langhauses von Erik dem Roten, wo wir natürlich auch einmal hineinschauen.

 

Auch hatten wir das Glück, die in Grönland beheimateten und viel verbreiteten Seeadler zu sehen. Vier Mal habe ich einen gesehen, kann aber nicht sagen, ob es derselbe war ☺.
 

Der Ausflug endete mit einem ganz besonderen Erlebnis. Unsere Reiseleiter haben mit uns eine Extratour um die Eisberge herum gemacht. Ich denke, so dicht werden wir wohl so schnell nicht wieder einem Eisberg kommen.
Es gab auch "Eisberg zum Anfassen". Besonders für die Jungs war es ein einmaliges Erlebnis.


 




Damit endet dieser Ausflugstag und nach einer ruhigen Nacht kommen wir am Tag 7 im Fjord Arsuk an. 

Darüber dann demnächst einen neuen Post.

Vielen Dank für euer Interesse und das Lesen!

Liebe Grüsse und bis bald
Kerstin



 

 

Mittwoch, 24. August 2016

Saisonstart

Vor der nächsten Reisefortsetzung nochmal schnell was anderes :-).


 Ja, es geht wieder los....Gestern konnte man nach dem Sommer zum ersten Mal wieder Nordlichter sehen. Der Einstand derselbigen war wieder wunderschön und ich konnte mich gar nicht satt sehen. 

 


Ein richtiges Feuerwerk am Himmel und auch für sehr lange Zeit.


Ich war ungefähr 2,5 Stunden draussen und als ich nach Hause gefahren bin, waren sie immer noch in
vollem Gang. Aber irgendwann muss man ja ins Bett...


Lieben Gruss und bis bald
Kerstin

Sonntag, 21. August 2016

Wenn Träume sich erfüllen - Tag 4-5

Habt ihr Lust auf einen Fortsetzungspost unserer Reise? Zuerst aber herzlichen Dank für eure lieben Kommentare zum letzten Post.
Bitteschön, hier kommt er....

Von den Westmännerinseln verabschieden wir unsgegen Ende des dritten Tages mit diesem schönen Foto und nehmen Kurs auf den Prinz Christian Sund. Vor uns liegen 685 Seemeilen; ungefähr 1½ Seetage.



Unsere ständigen Begleiter auf unserer Fahrt sind Basstölpel, Dreizehenmöwen und Eissturmvögel.



Während der Seetage hatten die Jungs unter anderem die Möglichkeit, sich im Pool etwas auszutoben (wurde täglich gemacht), und wir Erwachsenen hatten die Möglichkeit, es uns entweder in den gemütlichen Loungen gut gehen zu lassen oder an den verschiedenen angebotenen und sehr interessanten Vorträgen von TV-Journalist Hans Joachim Kürtz teilzunehmen. Er ist ein Grönland Experte und unter anderem sind von ihm die Bücher "Island und Grönland" (1993), "Grönland: Nachbar des Nordpols" (1991) und "Island und Grönland kennen und lieben: Nordmeerreise zu den Inseln" (1985) erschienen.



















Aber auch "Tieralarm" gab es, vorzugsweise, wenn man den letzten Happen des Nachtisches gerade runtergeschluckt hatte *grins*. Wale und neugierige Robben gehörten ebenso wie die oben genannten Vögel zu unseren ständigen Begleitern.




Stetig näherten wir uns dem Sund, in der Hoffnung, dass die Einfahrt nicht durch Eisberge versperrt und gutes Wetter ist. Aber auch hier hatte der Wetterverantwortliche ein Einsehen mit uns. Nachdem es bei der Sichtung des ersten Eisberges noch neblig-grau war, klarte es zunehmend auf


und wir konnten die Schönheit des Sunds in vollen Zügen geniessen.
Es dauerte nicht mehr lange und vor uns lag die Einfahrt in den Sund - Eisbergfrei *freu*. Atemberaubend schön, ein Gefühl als ob man ind die Hochalpen einfährt...



Bei diesem Gletscher hatten wir das Glück, eine "Kalbung" zu sehen.

video

Immer wieder eine andere wunderschöne Aussicht auf die zum Teil 1400 Meter hohen Berge, sich hinunterschiebende Gletscherzungen und Eisberge...  und die gewaltigen Eismassen zu bestaunen. Manchmal glaubt man, die Felsen seien zum Greifen nah und man kann die gewaltigen Eismassen wirklich aus der Nähe bestaunen..  Deutliche Erosionsspuren zeigen, wie gewaltige Eismassen das Massiv über tausende Jahre geformt haben. 



















Die Ocean Diamond gleitete langsam und fast lautlos durch den Sund - eine fast magische Atmosphäre, die das Besondere dieses Erlebnisses noch unterstreicht. Eigentlich wäre man gern gleichzeitig überall, um kein Fotomotiv zu verpassen - aber das ist unmöglich. Zu vielfältig sind die Eindrücke, zu unglaublich schön die Landschaft.

 


Wir nähern uns der engsten Stelle der Passage, dem Bottleneck, hier ist der Sund nur ungefähr 300 m breit und es geht dann in recht engem Winkel um die "Kurve". Direkt hinter der Enge liegt das kleine Dörfchen Aappilattoq, in dem ungefähr 110 Einwohner leben. Der nächstgrössere Ort liegt ungefähr 50 km entfernt und kann nur zu Wasser oder im Winter mit dem Hundeschlitten erreicht werden. 


Begrüsst wurden wir von den dort lebenden Inuit mit einem kleinen "Willkommensboot". Da wir einen sehr flexiblen Kapitän gehabt (und gut im Zeitplan lagen), gab es einen Spontanstopp und die Ocean Diamond ging im Sund vor Anker. Wir wurden per Zodiac an Land gebracht und hatten die Gelegenheit, die Gastfreundschaft der Inuit zu geniessen.




Man wurde buchstäblich mit offenen Armen empfangen. Unter anderem wurde uns die Schule und die Kirche gezeigt, die Orgel wurde angestimmt und auch in die Häuser wurden wir eingeladen.

Vielen Dank an eure Geduld und fürs lesen. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen die Schönheit der grönländischen Landschaft vermitteln.
Mit den beiden letzten Bildern des Tages möchte ich mich für heute verabschieden und am Abend nahmen wir Kurs auf Narsarsuaq. Davon dann demnächst mehr.




Lieben Gruss und bis bald
Kerstin


Donnerstag, 11. August 2016

Wenn Träume sich erfüllen - Tag 1-3


In diesem Jahr ging es im Urlaub "zur See" nach Island und Grönland. Mit ein paar Reiseberichten und Bildern möchte ich euch gerne daran teilhaben lassen.
Ich hoffe, ihr haltet bis zum Ende des Postes durch - er ist laaaang *grins*.

Island / Reykjavik begrüsste uns am Tag unserer Ankunft mit Dauerregen ☻. Erst gegen Abend klarte es auf und es hörte auf zu regnen.

Am nächsten Tag stellte ich dann das Urlaubswetter ein und wir haben unseren Urlaub mit einer Walsafari auf der MS Rosin begonnen und konnten so die ersten unvergesslichen Eindrücke sammeln.




 Es dauerte auch gar nicht lange, da konnten wir die ersten Minkwale sehen.

video

Als nächstes hatten wir das Glück, dem ersten Buckelwal zu begegnen. Ein unvergesslicher Augenblick, wenn man den Blas sehen kann...


Auch einen Blick auf die von den meisten ersehnte Fluke hat der Liebe uns genehmigt.






































Am Abend wurden wir dann auf die MS Ocean Diamond eingeschifft, die bereits am morgen im Hafen von Reykjavik am Pier angelegt hatte um Proviant und unser Gepäck an Bord zu nehmen. Wir waren natürlich gespannt, was uns an Bord erwartet und waren sehr angenehm überrascht.


Die erste Seenacht brachte uns Richtung Westmännerinseln und der zweite Tag hat sich mit diesem wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick auf Island verabschiedet.


Auch auf der Insel Heimaey hatten wir Glück mit dem Wetter. Herrlich warm und sonnig war es.
Hier ein Blick auf die enge Hafeneinfahrt, bei deren Einfahrt die Hilfe von Lotsen in Anspruch genommen werden muss. Diese wurde während des Vulkanausbruchs 1973 fast von Lava zugeschüttet. Erstmalig in der Geschichte gelang es jedoch, den Lavastrom mit 400 l Wasser pro Sekunde zu stoppen.  So ist die Hafeneinfahrt nun zwar enger, gleichzeitig aber vor der Meeresbrandung besser geschützt.


Blick auf die Vulkane Helgafell und Eldfell.
Unser Aufenthalt begann mit einer Busrundfahrt.
Vorbei an den nachgebauten Farmhäusern im Herjólfsdalur, einem halbmondförmigen, zur Meerseite offenen ehemaligen Vulkankraters















ging es weiter zum östlichen Kraterrand des Eldfell mit Blick nach Norden zur Hauptinsel Islands. Am Horizont ist der Eyjafjallajökull zu sehen, der durch seinen Ausbruch und die darauf folgende Aschewolke im Jahr 2010 Schlagzeilen machte.


 Das vorletzte Highlight des Tages führte uns zu einem Brutplatz der Papageientaucher.


Habt ihr bis hierhin durchgehalten? Dann habt ihr ein grosses Kompliment verdient.

Zum Abschluss des Ausfluges hatten wir unsere erste Tour mit den Zodiacs. Das war einfach atemberaubend schön, vor allem das Gesangsspecial in der Höhle ☺.


















Unser Expeditionsleiter Örvar Mar Kristinsson und unsere Reiseleiterin Arndis Halla Ásgeirsdóttir sind gelernte Opernsänger und haben für uns gesungen. Das war Gänsehaut pur. Leider ist mein Video durch die Bootsbewegungen doch sehr verwackelt und ich füge euch ein vergleichbares von youtube ein.



Für die Gesangseinlage gab es dann den ans Herz rührenden isländischen Applaus ☺.

video

Es war ein wunderschöner Tag und ich konnte euch nur einen Teil der bebilderten Eindrücke zeigen. Ich bedanke mich bei euch für´s Durchhalten, Lesen und die aufgebrachte Geduld - demnächst geht es weiter ☺.

Lieben Gruss und bis bald
Kerstin




















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