Ohje, ist ja schon ein Weilchen her, dass ich hier war. Ist aber auch viel passiert in der Zwischenzeit, aber davon dann demnächst mehr.
Nun geht es nach der etwas längeren Pause wie angekündigt weiter auf unserer Reise.
Angekommen sind wir bei wieder herrlichem Wetter im Arsukfjord.
Ab und zu sehen wir einen Blast der hier vor der Küste zahlreich anzutreffenden Wale, in diesem Fall ein Finnwal, und auch Robben lassen sich sehen. Sie sind allerdings immer sehr schnell wieder verschwunden, denn sie tauchen sofort weg, sobald sich das Schiff ihnen nähert.
An den Hängen sehen wir die ersten Moschusochsen. Was für eine Aufregung unter den Mitreisenden *grins*. Aber es sind ja auch beeindruckende Tiere.

1987 wurden 15 dieser scheuen Tiere hier angesiedelt. Inzwischen hat sich der Bestand hier auf fast 150 Tiere ausgedehnt. Wir sind alle so fasziniert und beobachten die Riesen sehr intensiv. Sie werden mittlerweile auch gejagt, das Fleisch schmeckt aber nur im Frühjahr, wurde uns erklärt.
Die Siedlung Arsuk, die dem Fjord den Namen gab, ist nur eine kleine Siedlung mit ca 100 Einwohnern, die wir auch nicht anlaufen werden.
Arsuk bedeutet übersetzt „Platz zum Leben/ Platz zum Wohlfühlen“. Die Siedlung wurde 1805 gegründet und begründete Reichtum durch Fischfang. Die Bewohner wurden oft als „Arabs of Greenland“ bezeichnet. Mit dem Verschwinden des Dorsches begann jedoch Niedergang des Ortes.
Auch in Ivittuut , übersetzt bedeutet es "der grasgrüne Ort" - was sicher an den grünen Küstenhängen liegt, werden wir nicht anlegen. Die Siedlung hat heute etwa 175 Einwohner.
Auf dem Tagesprogramm steht dafür heute ein Zodiac-Ausflug zu den Unterwasser-Stalagmiten aus Ikait im Ikka-Fjord. Die Stalagmiten stehen unter strengem Schutz und die Tour darf nur mit einem grönländischen Scout durchgeführt werden.
Wir fahren immer ein kleines Stück und machen dann wieder Halt an den nächsten Stalagmiten. Mehr als 500 dieser bis zu 20 m hohen Säulen stehen hier. Sie wachsen jährlich etwa einen halben Meter und können bis zu 15 m durchmessen. Durch das Gefrieren des Fjordes im Winter werden sie aber nie höher als die Wasseroberfläche. Entstanden sind sie vor rund 10.000 Jahren. Besser bekam ich sie leider wegen der bewegten Wasseroberfläche und der Spiegelung aufgrund des flachen Winkels vom Zodiac nicht fotografiert.
Noch ein paar mal wechseln wir unseren Platz im Fjord und fahren weitere Stellen der seltsamen Mineralienformationen an. Dann wird es Zeit zur Ocean Diamond zurückzukehren. In rasanter Fahrt fliegen wir regelrecht über den Fjord und hinter der letzten Biegung taucht dann auch unser Expeditionsschiff wieder auf.
An Bord erwartet uns ein wie immer üppiges Mittagsbüffet und unser Schiff nimmt während dessen Fahrt in Richtung Nuuk auf.
Für Nuuk hatten wir eine Wanderung durch das "Tal des Paradieses" zwischen den Bergen Lille Malene und Store Malene gebucht.
Vom Schiff ging es mit Führer erst ein Stück durch den Ort, bevor wir dann zum eigentlichen Wanderweg kamen. Schon hier waren wir von den Aussichten begeistert.
Die Wanderung selbst führte durch relativ steiniges Gelände, dass immer wieder von kleinen Seen und Feuchtoasen unterbrochen wird. Die offene und schroffe Landschaft ist übersät von Felsbrocken und durchzogen von klaren Bachläufen mit reinstem Wasser. Unser Weg führte uns auch um den kleinen See Qallusuaq Cirkussoen herum und spätestens dort wurde einem klar, woher das Tal seinen Namen hat. Auf den feuchten Wiesen sehen wir ganze Felder von Wollgras.

Unser Weg führte uns auch um den kleinen See Qallusuaq Cirkussoen herum und spätestens dort wurde einem klar, woher das Tal seinen Namen hat. Auf den feuchten Wiesen sehen wir ganze Felder von Wollgras.

Am Nachmittag hatten wir noch etwas Zeit, uns in der Hauptstadt umzusehen. Auf dem ersten Foto könnt ihr die Erlöserkirche, links davon das alte Krankenhaus, der heutigen Universität. und die Statue von Hans Egede sehen.


Allerdings hat sich unsere kleine Truppe nach einem Kaffee für den Besuch des Museums entschieden. Uns hat die Geschichte Grönlands so fasziniert, dass wir mehr erfahren wollten.
Das "Frauenboot"...
Die überaus prachtvollen Trachten...
... und die Geschichte der Mumien von Qilakitsoq fanden wir äusserst interessant


Auf dem Rückweg zur Ocean Diamond haben wir noch einen Rundgang durch den Hafen gemacht.
Während unser Schiff Kurs auf Uummanaq nimmt, haben wir u.a. wieder Gelegenheit, einen Buckelwal und die Mitternachtssonne zu geniessen.
Mit diesen beiden Fotos soll es für heute genug sein. Ich hoffe, euch hat das Lesen genauso viel Spass gemacht, wie mir das Schreiben.
Nun werde ich mich erstmal bei euch umsehen. Ist ja schon eine kleine Weile her, dass ich dafür Zeit hatte.
Lieben Gruss und bis bald
Kerstin


























Liebe Kerstin,
AntwortenLöschenGänsehaut bekomme ich, wenn ich Deine Reiseberichte lese und vor allem die wunderschönen Fotos sehe. Eine ganz tolle Reise und super Eindrücke, die immer im Herzen und im Kopf sind.
Danke fürs Teilhaben. LG Manuela
Jag vet pinsamt lite om Grönland, och tycker att det är fantastiskt att människor har lyckats bygga upp en tillvaro i ett land som ligger så långt åt norr, där det är så kargt. Men av dina bilder att döma, är det svindlande vackert där.
AntwortenLöschenJag hade ingen aning om att stalagmiter kunde "växa" i vatten. Men av bilderna att döma måste det ha varit en riktig upplevelse att få se dem:)
Toller Reisebericht vielen Dank!!!
AntwortenLöschenLiebe Grüße Sabine